NeurologyFirst

Digitaler DGN-Kongress 2020

Industriesymposien als Auslaufmodell?

(18.11.20) Der DGN-Kongress 2020 wird wohl als Erfolgsgeschichte in Erinnerung bleiben: Mitten in der Coronakrise innerhalb weniger Monate aus der Erde gestampft, einige hundert Veranstaltungen, viele tausend Teilnehmer, interaktive Formate und Webcasts, die man sich ein ganzes weiteres Jahr ansehen kann. Dazu die Erfahrung der digitalen Autonomie, die es erlaubt, alle Angebote zur passenden Zeit und an jedem Ort zu nutzen. Und auch kein umständliches An- und Abreisen, kein ökologischer Fußabdruck.

Schon hat die DGN-Führung angekündigt, die Errungenschaften des digitalen Kongresses beizubehalten und zumindest ein hybrides Format aus Präsenzveranstaltungen und Web-basierten Angeboten zu entwickeln.

Auch in diesem Jahr hatte die Pharmaindustrie die Gelegenheit, auf dem DGN-Kongress eigene Veranstaltungen anzubieten. Damit nahm die DGN bis zu 57.500 € pro Veranstaltung ein, insgesamt über eine Million €. Welcher eigene Aufwand und welche Kosten diese hohen Einnahmen rechtfertigen, bleibt unklar.

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4.-7. November 2020

NeurologyFirst auf dem DGN-Online-Kongress

Kongressteilnehmer finden den Vortrag von Fahmy Aboulenein-Djamshidian im Webcast-Programm unter dem Suchbegriff „Neurologyfirst“.

zu den Vorträgen von 2019

Appell von Mezis, Transparency Deutschland und NeurologyFirst an die Medizinischen Fachgesellschaften:

Interessenkonflikte von Leitlinien-Autoren müssen nicht nur erklärt, sondern reguliert werden!

Klinische Leitlinien sollen Ärzten helfen, die bestmögliche Behandlung für eine Krankheit zu finden. Sie sollen sich ausschließlich auf die Prinzipien der Evidenz-basierten Medizin stützen und dürfen nicht vom Gewinnstreben der Hersteller von Arzneimitteln und Medizinprodukten beeinflusst werden. Die ärztlichen Leitlinien-Autoren sind jedoch oft mit der Industrie verflochten, beispielsweise durch Beraterverträge, Vortragshonorare und Industrie-finanzierte Studien.

MEZIS, Transparency Deutschland und NeurologyFirst engagieren sich für eine Industrie-unabhängige Medizin. Gemeinsam starteten wir im Jahr 2015 eine Kampagne, um die Unabhängigkeit von Leitlinienempfehlungen zu sichern. Unser Appell wurde von 1300 Ärztinnen und Ärzten aller Fachgebiete unterzeichnet. Als Folgeprojekt entwickelten wir die Website LeitlinienWatch, auf der Leitlinien im Hinblick auf ihren Umgang mit Interessenkonflikten bewertet werden. Inzwischen wurden über 150 Leitlinien evaluiert: www.leitlinienwatch.de

Nachrichten

Digitaler DGN-Kongress 2020: Industriesymposien als Auslaufmodell?

(18.11.2020) Der DGN-Kongress 2020 wird wohl als Erfolgsgeschichte in Erinnerung bleiben: Mitten in der Coronakrise innerhalb weniger Monate aus der Erde gestampft, einige hundert Veranstaltungen, viele tausend Teilnehmer, interaktive Formate und Webcasts, die man sich ein ganzes weiteres Jahr ansehen kann. Dazu die Erfahrung der digitalen Autonomie, die es erlaubt, alle Angebote zur passenden Zeit und an jedem Ort zu nutzen. Und auch kein umständliches An- und Abreisen, kein ökologischer Fußabdruck. Schon hat die DGN-Führung angekündigt, die Errungenschaften des digitalen Kongresses beizubehalten und zumindest ein hybrides Format aus Präsenzveranstaltungen und Web-basierten Angeboten zu entwickeln.

Auch in diesem Jahr hatte die Pharmaindustrie die Gelegenheit, auf dem DGN-Kongress eigene Veranstaltungen anzubieten. Damit nahm die DGN bis zu 57.500 € pro Veranstaltung ein, insgesamt über eine Million €. Welcher eigene Aufwand und welche Kosten diese hohen Einnahmen rechtfertigen, bleibt unklar.
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US-amerikanische Fachgesellschaften: die Pharma-Verflechtungen der Führungsetage

(13.07.2020) Dass Mitglieder von Leitliniengruppen häufig von eben der Industrie bezahlt werden, deren Produkte sie bewerten sollen, wurde nicht nur durch www.leitlinienwatch.de , sondern auch durch zahlreiche Studien dokumentiert. Aber wie steht es mit den Fachgesellschaften, die diese Leitlinien herausgeben?

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Mit Anwendungsbeobachtungen zur Umsatzsteigerung

(13.07.2020) Auch bereits zugelassene Medikamente müssen weiter erforscht werden. So kann beispielsweise die Europäische Arzneimittelagentur einen Arzneimittelhersteller zu einer Postmarketing Safety Study veranlassen, um die Nebenwirkungen besser zu erfassen als es die Zulassungsstudien erlauben. Etwas ganz anderes sind die vom Hersteller gestarteten Anwendungsbeobachtungen, die in Deutschland trotz massiver Kritik immer noch legal sind.

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Wörterbuch der ärztlichen UnAbhängigkeit

Das Wörterbuch der ärztlichen UnAbhängigkeit erklärt die Mechanismen der Marketing-basierten Medizin und zeigt Lösungsansätze für selbstbestimmte Ärztinnen und Ärzte.

Die beliebtesten Einträge:

  • Transparenz
    Alles offenlegen? Bitte nicht!
  • Skepsis
    Die Wissenschaft lebt vom Zweifel - das Pharmamarketing vom Glauben.
  • Arzneimittelpreise
    Kein Markt, nur Marketing
  • Design Bias
    Unfair angelegte Arzneimittelstudien liefern die gewünschten Ergebnisse

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