NeurologyFirst

NeurologyFirst ist eine Initiative deutscher Neurologen für Pharma-unabhängige Kongresse und Leitlinien.

Der Gründungsaufruf von NeurologyFirst mit den Kommentaren der Unterzeichner ist hier weiter einsehbar.

Einladung zur Veranstaltung

„Medizinische Leitlinien – Qualität und Unabhängigkeit sichern!“

Samstag, 1. Juli 2017
von 10:30 Uhr bis 16:00 Uhr

Konferenzsaal der Ärztekammer Berlin
Friedrichstraße 16, 10969 Berlin

Leitlinien können für ÄrztInnen und PatientInnen eine große Hilfe sein. Sie können aber auch in die Irre führen und großen Schaden anrichten, wenn sie von schlechter Qualität sind oder wenn Sekundärinteressen eine zu große Rolle gespielt haben.

Den Spezialisten der Medizin werden von unserer Gesellschaft sehr viele Entscheidungen über unsere Gesundheit und über die Verwendung öffentlicher Gelder anvertraut. Gleichzeitig wissen wir aber längst, dass Interessenkonflikte von den Handelnden selbst systematisch unterschätzt werden. Es reicht eben nicht, wenn ein Kreis von Experten sich einigt. Gerade hier sollte wissenschaftlicher Ehrgeiz mit Offenheit einhergehen und sich dankbar im Interesse der vertrauenden PatientInnen systematisch in Frage stellen lassen.

Welche Strukturen und Prozesse brauchen wir, um Fehlverhalten bei der Leitlinienerstellung zu minimieren und die Transparenz und Qualität dieser wichtigen Arbeit zu verbessern?
Das würden wir gern mit Ihnen diskutieren und laden Sie herzlich dazu ein.

Das Programm der Veranstaltung finden Sie hier.

Wir bitten bis zum 20. Juni 2017 um eine formlose Anmeldung per E-Mail an
office@transparency.de.

Da die Anzahl der Teilnehmer durch die Saalgröße begrenzt ist, werden die freien Plätze nach dem Eingang der Anmeldung vergeben.

Auf Ihr Kommen und Ihr Interesse freuen wir uns.

Dr. Wolfgang Wodarg
Transparency International Deutschland e. V.
(Mitglied des Vorstandes)

NeurologyFirst beim DGN-Kongress 2016

7 Vorträge als PDF

Prof.  Thomas Lempert,
NeurologyFirst und Leitlinienwatch.de 2016

PD Michael von Brevern,
Dünnes Eis: Evidenz in der Therapie von Schwindelsyndromen

Prof. Christoph Heesen,
Wie gut sind die Immuntherapiestudien bei Multipler Sklerose?

Prof. Thomas Lempert,
Bias in klinischen Studien

Prof. Wolf-Dieter Ludwig,
Was wissen wir, und was sollten wir wissen bei der Zulassung neuer Arzneimittel?

Prof. Bruno Müller-Oerlinghausen,
Psychopharmaka – Mythos und Wirklichkeit

Univ. Prof. Claudia Stöllberger,
Direkte Antikoagulantien (DOAK) – Schwachstellen und offene Fragen

Appell von Mezis, Transparency Deutschland und NeurologyFirst an die Medizinischen Fachgesellschaften:

Interessenkonflikte von Leitlinien-Autoren müssen nicht nur erklärt, sondern reguliert werden!

Klinische Leitlinien sollen Ärzten helfen, die bestmögliche Behandlung für eine Krankheit zu finden. Sie sollen sich ausschließlich auf die Prinzipien der Evidenz-basierten Medizin stützen und dürfen nicht vom Gewinnstreben der Hersteller von Arzneimitteln und Medizinprodukten beeinflusst werden. Die ärztlichen Leitlinien-Autoren sind jedoch oft mit der Industrie verflochten, beispielsweise durch Beraterverträge, Vortragshonorare und Industrie-finanzierte Studien.

MEZIS, Transparency Deutschland und NeurologyFirst engagieren sich für eine Industrie-unabhängige Medizin. Gemeinsam starten wir eine Kampagne, um die Unabhängigkeit von Leitlinienempfehlungen zu sichern. Dazu sammeln wir Unterschriften von Ärztinnen und Ärzten aller Fachgebiete.

Mehr lesen und unterzeichnen …

Nachrichten

„Patient ohne Verfügung“ von Matthias Thöns: über die Verirrungen der Medizin am Lebensende

(28.02.2017) Innerhalb weniger Monate ist „Patient ohne Verfügung“ zum Bestseller geworden. Wahrscheinlich hat noch niemand die Vergehen der Medizin an Sterbenden so wissend und treffend beschrieben wie der Palliativmediziner Matthias Thöns aus Witten. Egal ob es um belastende Chemotherapie im Endstadium einer Krebserkrankung, Herzdruckmassage im Sterbebett oder künstliche Ernährung bis zum letzten Atemzug geht: der Medizinbetrieb neigt gerade am Lebensende zur belastenden Übertherapie.

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KoMS-Studie: MS-Betroffene bewerten die Qualität ihrer Therapieplanung häufig schlecht

(03.01.2017) Besteht ein Zusammenhang zur massiven Einflussnahme der Pharmahersteller auf Neurologen?

Die mangelnde Qualität der Diagnoseübermittlung bei Multiple Sklerose (MS) wird seit vielen Jahren von Betroffenen berichtet. Seit 2014 widmet sich das Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen nun dem Thema. Hatte bereits die erste Masterarbeit des Fachbereichs von Sarah Voltmann 1 mittels qualitativer Interviews auf kommunikative Mängel hingewiesen, zeigt nun die von Laura Alexander und Carlotta Halbach unter der Leitung von Thomas Hehlmann durchgeführte KoMS-Studie „Arzt-Patienten-Kommunikation: Diagnoseübermittlung und Therapieplanung bei Multipler Sklerose aus Patientensicht“ 2 beträchtliche Defizite in der Kommunikation bei der Diagnoseübermittlung und Therapieplanung von MS sowie die weite Verbreitung der dort beschriebenen Missstände auf.

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Selbsthilfebewegung auf Unabhängigkeitskurs

(30.09.2016) „Bestechend unbestechlich“, so heißt die aktuelle Kampagne der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle der Selbsthilfegruppen (NAKOS). Der Untertitel erklärt, worum es geht: Beeinflussung erkennen, Interessenkonflikte vermeiden, Unabhängigkeit bewahren.

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Alle Nachrichten

Wörterbuch der ärztlichen UnAbhängigkeit

Das Wörterbuch der ärztlichen UnAbhängigkeit erklärt die Mechanismen der Marketing-basierten Medizin und zeigt Lösungsansätze für selbstbestimmte Ärztinnen und Ärzte.

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