NeurologyFirst

NeurologyFirst beim DGN-Kongress 2019

Die Vorträge als PDF

David Klemperer, AkdÄ, Berlin,
Bias und psychologische Aspekte von Interessenkonflikten

Hans Wille, AkdÄ, Institut für klinische Pharmakologie, Bremen,
Orale Antikoagulanzien bei Vorhofflimmern – neue Daten und offene Fragen

Thomas Lempert, Berlin,
Neues von NeurologyFirst und Leitlinienwatch

zu den Vorträgen von 2018

Appell von Mezis, Transparency Deutschland und NeurologyFirst an die Medizinischen Fachgesellschaften:

Interessenkonflikte von Leitlinien-Autoren müssen nicht nur erklärt, sondern reguliert werden!

Klinische Leitlinien sollen Ärzten helfen, die bestmögliche Behandlung für eine Krankheit zu finden. Sie sollen sich ausschließlich auf die Prinzipien der Evidenz-basierten Medizin stützen und dürfen nicht vom Gewinnstreben der Hersteller von Arzneimitteln und Medizinprodukten beeinflusst werden. Die ärztlichen Leitlinien-Autoren sind jedoch oft mit der Industrie verflochten, beispielsweise durch Beraterverträge, Vortragshonorare und Industrie-finanzierte Studien.

MEZIS, Transparency Deutschland und NeurologyFirst engagieren sich für eine Industrie-unabhängige Medizin. Gemeinsam starteten wir im Jahr 2015 eine Kampagne, um die Unabhängigkeit von Leitlinienempfehlungen zu sichern. Unser Appell wurde von 1300 Ärztinnen und Ärzten aller Fachgebiete unterzeichnet. Als Folgeprojekt entwickelten wir die Website LeitlinienWatch, auf der Leitlinien im Hinblick auf ihren Umgang mit Interessenkonflikten bewertet werden. Inzwischen wurden über 150 Leitlinien evaluiert: www.leitlinienwatch.de

Nachrichten

Beeinflussung von Leitlinien durch die Industrie – kritisch beleuchtet im ARD-Magazin Plusminus

(26.06.2020) Die Cholesterin-Leitlinie der europäischen kardiologischen Gesellschaft (ESC) hat viel Kritik auf sich gezogen, senkt sie doch erneut die LDL-Zielwerte und macht damit Millionen von Gesunden zu Patienten und Pillenschluckern. Nun hat das ARD-Magazin Plusminus die Verquickung der Leitlinienautoren mit der Pharmaindustrie thematisiert, insbesondere mit den Herstellern der teuren PCSK9-Hemmer. Auch Leitlinienwatch wurde befragt und fand klare Worte…

Wie EU-Gelder der Pharmaindustrie zugeleitet werden und das öffentliche Interesse auf der Strecke bleibt

(02.06.2020) „Public private partnership“ klingt erst mal gut, dient am Ende aber oft dazu, Steuergelder an die Großindustrie weiterzuleiten. Ein aktuelles Beispiel ist das Konsortium für innovative Arzneimittel (IMI) der EU, das Forschungsgelder an die Industrie vergibt.

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Das Elend der Zulassungsstudien: Beispiel Multiple Sklerose

(21.01.2020) Im Dezember veröffentlichte das BMJ den Reformaufruf eines internationalen Expertenteams, den Einfluss der Industrie auf das ärztliche Wissen und die Ärzteschaft zu bekämpfen. Eine Schlüsselrolle spielen dabei die von der Industrie geplanten und ausgewerteten Zulassungsstudien, die frei nach dem Prinzip von Bock und Gärtner gestaltet sind. Ein erhellendes Beispiel ist die Analyse der Zulassungsstudien zu acht neueren Medikamenten zur Behandlung der Multiplen Sklerose.

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Alle Nachrichten

Wörterbuch der ärztlichen UnAbhängigkeit

Das Wörterbuch der ärztlichen UnAbhängigkeit erklärt die Mechanismen der Marketing-basierten Medizin und zeigt Lösungsansätze für selbstbestimmte Ärztinnen und Ärzte.

Die beliebtesten Einträge:

  • Transparenz
    Alles offenlegen? Bitte nicht!
  • Skepsis
    Die Wissenschaft lebt vom Zweifel - das Pharmamarketing vom Glauben.
  • Arzneimittelpreise
    Kein Markt, nur Marketing
  • Design Bias
    Unfair angelegte Arzneimittelstudien liefern die gewünschten Ergebnisse

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