NeurologyFirst

NeurologyFirst ist eine Initiative deutscher Neurologen für Pharma-unabhängige Kongresse und Leitlinien.

Der Gründungsaufruf von NeurologyFirst mit den Kommentaren der Unterzeichner ist hier weiter einsehbar.

Appell von Mezis, Transparency Deutschland und NeurologyFirst an die Medizinischen Fachgesellschaften:

Interessenkonflikte von Leitlinien-Autoren müssen nicht nur erklärt, sondern reguliert werden!

Klinische Leitlinien sollen Ärzten helfen, die bestmögliche Behandlung für eine Krankheit zu finden. Sie sollen sich ausschließlich auf die Prinzipien der Evidenz-basierten Medizin stützen und dürfen nicht vom Gewinnstreben der Hersteller von Arzneimitteln und Medizinprodukten beeinflusst werden. Die ärztlichen Leitlinien-Autoren sind jedoch oft mit der Industrie verflochten, beispielsweise durch Beraterverträge, Vortragshonorare und Industrie-finanzierte Studien.

MEZIS, Transparency Deutschland und NeurologyFirst engagieren sich für eine Industrie-unabhängige Medizin. Gemeinsam starten wir eine Kampagne, um die Unabhängigkeit von Leitlinienempfehlungen zu sichern. Dazu sammeln wir Unterschriften von Ärztinnen und Ärzten aller Fachgebiete.

Mehr lesen und unterzeichnen …

 

Der kleine Video-Cartoon zum Leitlinien-Appell…
…erschien bereits im Februar 2015 bei 3Sat-Nano:

www.3sat.de/mediathek/index.php?mode=play&obj=49595

Nachrichten

Euros für Ärzte

(18.04.2016)  

Gibt ein Arzt Auskunft über die Behandlung eines Patienten, wird ihm der Aufwand mit 21,- € honoriert. Zumindest wenn ein Sozialgericht der Auftraggeber ist. Für einen ähnlichen Aufwand von 10 bis 20 Minuten zahlt ihm die Pharmaindustrie gleich mehrere hundert Euro. Voraussetzung ist die Teilnahme an einer „Anwendungsbeobachtung“. Was vom Arzneimittelgesetz als sinnvolle Forschung mit zugelassenen Arzneimitteln gedacht ist, wird in der Praxis als Marketinginstrument missbraucht.

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Gesponserte Ärzte verordnen häufiger teure Medikamente

(29.03.2016)  

Je mehr Geld Ärzte von der Pharmaindustrie erhalten, desto häufiger verschreiben sie teure Originalpräparate statt preiswerter Generika. Diesen Zusammenhang zeigt eine neue US-amerikanische Studie, die Verordnungsdaten von über 150.000 Ärzten im Jahr 2014 mit Informationen über Zuwendungen von der Industrie zusammenführt. Es wurden 5 Fachgruppen analysiert: Hausärzte, Allgemein-Internisten, Kardiologen, Psychiater und Ophthalmologen.

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Ärztebeeinflussung durch Anwendungsbeobachtungen – Antikorruptionsgesetz auf Eis

(14.03.2016) Der Rechercheverbund von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR macht auf die korruptiven Effekte von Anwendungsbeobachtungen aufmerksam. Mit Hilfe des Presserechts konnten die Journalisten Zugang zu den Behördendaten über Anwendungsbeobachtungen von 2009 bis 2014 erlangen.1 Jährlich zahlen Pharmafirmen (und damit die Versicherten) 100 Millionen Euro an Ärzte, damit diese Daten zum Einsatz bestimmter Medikamente liefern. Durchschnittlich werden pro Patient 660,- Euro gezahlt.

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Wörterbuch der ärztlichen UnAbhängigkeit

Das Wörterbuch der ärztlichen UnAbhängigkeit erklärt die Mechanismen der Marketing-basierten Medizin und zeigt Lösungsansätze für selbstbestimmte Ärztinnen und Ärzte.

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  • Nebenwirkungen
    Wie unerwünschte Medikamentenwirkungen versteckt und verschwiegen werden
  • Internet-Marketing
    Online-Foren bieten Rat und Hilfe – und werden von Marketing-Agenturen gefüttert
  • Divestment
    Die finanziellen Verbindungen zur Pharmaindustrie lösen...
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    Wie unerwünschte Medikamentenwirkungen versteckt und verschwiegen werden
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    Unser Gesundheitswesen leistet sich einen weitgehend nutzlosen Berufszweig. Und jeder Versicherte zahlt mit.
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    Die Wissenschaft lebt vom Zweifel - das Pharmamarketing vom Glauben.
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