NeurologyFirst

NeurologyFirst ist eine Initiative deutscher Neurologen für Pharma-unabhängige Kongresse und Leitlinien.

Der Gründungsaufruf von NeurologyFirst mit den Kommentaren der Unterzeichner ist hier weiter einsehbar.

NeurologyFirst beim DGN-Kongress 2017

6 Vorträge als PDF

Dr. Beate Wieseler, IQWiG,
Dem Publikationsbias auf der Spur: unabhängige Informationen aus der frühen Nutzenbewertung

Prof. Thomas Lempert, NeurologyFirst,
Wie entstehen die hohen Arzneimittelpreise?

Dr. Enrico Völzke, NeurologyFirst,
Aktuelles von NeurologyFirst und Leitlinienwatch.de

Frank Miltner, DGN Editorial Office Leitlinien der DGN,
Management von Interessenkonflikten bei Leitlinien der DGN

Dr. Gisela Schott, Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft,
Interessenkonfliktregulierung bei S3-Leitlinien: Ergebnisse von Leitlinienwatch

Ramin Tavakolian,
Für einen unabhängigen DGN-Kongress

zu den Vorträgen von 2016

Veranstaltung zu Anwendungsbeobachtungen am 16.11.2017 in Berlin

Transparency Deutschland lädt zur Information und Diskussion über „Anwendungsbeobachtungen“ ein. Diese Post-Marketing-Studien sind aufgrund ihrer meist geringen wissenschaftlichen Qualität und ihres korruptiven Potenzials umstritten. Es wird also spannend!

Programm (pdf)

Appell von Mezis, Transparency Deutschland und NeurologyFirst an die Medizinischen Fachgesellschaften:

Interessenkonflikte von Leitlinien-Autoren müssen nicht nur erklärt, sondern reguliert werden!

Klinische Leitlinien sollen Ärzten helfen, die bestmögliche Behandlung für eine Krankheit zu finden. Sie sollen sich ausschließlich auf die Prinzipien der Evidenz-basierten Medizin stützen und dürfen nicht vom Gewinnstreben der Hersteller von Arzneimitteln und Medizinprodukten beeinflusst werden. Die ärztlichen Leitlinien-Autoren sind jedoch oft mit der Industrie verflochten, beispielsweise durch Beraterverträge, Vortragshonorare und Industrie-finanzierte Studien.

MEZIS, Transparency Deutschland und NeurologyFirst engagieren sich für eine Industrie-unabhängige Medizin. Gemeinsam starten wir eine Kampagne, um die Unabhängigkeit von Leitlinienempfehlungen zu sichern. Dazu sammeln wir Unterschriften von Ärztinnen und Ärzten aller Fachgebiete.

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Nachrichten

Unabhängie MS-Stiftung Trier gegründet

(25.11.2017) Seit 2012 berät die kritische Trierer Aktionsgruppe Multiple Sklerose zur MS-Therapie. Grundlage sind unabhängige und wissenschaftlich ausgewogene Informationen, die Patienten in die Lage versetzen sollen, gut begründete eigene Entscheidungen zu treffen. Daneben gibt die Initiative die Zeitschrift ZIMS heraus, die Patienten-orientierte Informationen zur MS abseits der Industrie-gesponserten Hochglanzbroschüren vermittelt.  Nun hat die Aktionsgruppe die MS Stiftung Trier gegründet, um ihre Arbeit langfristig auf eine solide Grundlage zu stellen.

 

„Patient ohne Verfügung“ von Matthias Thöns: über die Verirrungen der Medizin am Lebensende

(28.02.2017) Innerhalb weniger Monate ist „Patient ohne Verfügung“ zum Bestseller geworden. Wahrscheinlich hat noch niemand die Vergehen der Medizin an Sterbenden so wissend und treffend beschrieben wie der Palliativmediziner Matthias Thöns aus Witten. Egal ob es um belastende Chemotherapie im Endstadium einer Krebserkrankung, Herzdruckmassage im Sterbebett oder künstliche Ernährung bis zum letzten Atemzug geht: der Medizinbetrieb neigt gerade am Lebensende zur belastenden Übertherapie.

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KoMS-Studie: MS-Betroffene bewerten die Qualität ihrer Therapieplanung häufig schlecht

(03.01.2017) Besteht ein Zusammenhang zur massiven Einflussnahme der Pharmahersteller auf Neurologen?

Die mangelnde Qualität der Diagnoseübermittlung bei Multiple Sklerose (MS) wird seit vielen Jahren von Betroffenen berichtet. Seit 2014 widmet sich das Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen nun dem Thema. Hatte bereits die erste Masterarbeit des Fachbereichs von Sarah Voltmann 1 mittels qualitativer Interviews auf kommunikative Mängel hingewiesen, zeigt nun die von Laura Alexander und Carlotta Halbach unter der Leitung von Thomas Hehlmann durchgeführte KoMS-Studie „Arzt-Patienten-Kommunikation: Diagnoseübermittlung und Therapieplanung bei Multipler Sklerose aus Patientensicht“ 2 beträchtliche Defizite in der Kommunikation bei der Diagnoseübermittlung und Therapieplanung von MS sowie die weite Verbreitung der dort beschriebenen Missstände auf.

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Alle Nachrichten

Wörterbuch der ärztlichen UnAbhängigkeit

Das Wörterbuch der ärztlichen UnAbhängigkeit erklärt die Mechanismen der Marketing-basierten Medizin und zeigt Lösungsansätze für selbstbestimmte Ärztinnen und Ärzte.

Die neuesten Einträge:

  • Kontrollillusion
    Der Glaube Vorgänge kontrollieren zu können, die objektiv nicht kontrollierbar sind
  • Nebenwirkungen
    Wie unerwünschte Medikamentenwirkungen versteckt und verschwiegen werden
  • Internet-Marketing
    Online-Foren bieten Rat und Hilfe – und werden von Marketing-Agenturen gefüttert
  • Divestment
    Die finanziellen Verbindungen zur Pharmaindustrie lösen...
  • Nebenwirkungen
    Wie unerwünschte Medikamentenwirkungen versteckt und verschwiegen werden
  • Pharmareferenten
    Unser Gesundheitswesen leistet sich einen weitgehend nutzlosen Berufszweig. Und jeder Versicherte zahlt mit.
  • Skepsis
    Die Wissenschaft lebt vom Zweifel - das Pharmamarketing vom Glauben.
  • Arzneimittelpreise
    Kein Markt, nur Marketing

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