Nachrichten

Neu auf dem Buchmarkt: Interessenkonflikte, Korruption und Compliance im Gesundheitswesen

(22.06.2018) Von Klaus Lieb, David Klemperer, Ralf Kölbel und Wolf-Dieter Ludwig (Hrsg.)

Von allen Akteuren im Gesundheitswesen, insbesondere von den Ärzten, wird unabhängiges Denken und Urteilen sowie uneigennütziges Handeln zum besten Nutzen der Patienten erwartet. Letztlich auf Eigeninteressen basierende Beziehungen zu pharmazeutischen Unternehmern und Herstellern von Medizinprodukten, Kooperationen mit anderen Leistungserbringern, finanzielle Anreizsysteme und Schulenorientierung können zu ärztlichen Interessenkonflikten führen.

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Die Wissenschaft der Meinungsmache

(31.05.2018) Wir Ärzte glauben gerne, dass unser Arzneimittelwissen der Wissenschaft entspringt und dass wir uns in unserem Denken nicht beeinflussen lassen, schon gar nicht durch kommerzielle Interessen. Erhellend ist da ein Blick auf die andere Seite, auf das Geschäftsfeld der Public Relations. Diese inzwischen eigene Wissenschaft verfolgt die systematische Beeinflussung von Menschen jenseits der Rationalität. Die historischen Ursprünge und die Wirkmacht der Public Relations in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft untersucht die Arte-Sendung: Edward Bernays und die Wissenschaft der Meinungsmache.

Pharmamarketing mit Todesfolge: Daclizumab (Zynbrita) vom Markt genommen

(02.05.2018) Im März wurde das MS-Medikament Daclizumab des Herstellers Biogen nach nur eineinhalb Jahren vom Markt genommen, nachdem es zu autoimmunen Hirnentzündungen gekommen war, die in einigen Fällen tödlich ausgingen.

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Der ärztliche Meinungsführer und das große Geld

(02.03.2018) Die Paradise Papers bringen es an den Tag: Nicht nur Politiker, Unternehmer und Promis, sondern auch Ärzte verbergen zweifelhafte Gelder auf Auslandskonten. Am Beispiel eines deutschen Kardiologen beleuchtet die Süddeutsche Zeitung das Verschweigen und Verleugnen massiver Interessenkonflikte ärztlicher „Meinungsführer“.

Leitlinienwatch.de im Deutschen Ärzteblatt

(21.02.2018) Im Ärzteblatt vom 9.2.2018 berichten Gisela Schott (Mezis) und Thomas Lempert (NeurologyFirst, Mezis) über die Arbeit und die Ergebnisse von Leitlinienwatch.de. Hier geht es zum Artikel

Libermed: Unabhängige neurologische und psychiatrische Fortbildungen

(21.12.2017) Prof. Klaus Lieb aus Mainz hat 2017 die unabhängige Fortbildungsreihe Libermed auf den Weg gebracht. Nach der ersten erfolgreichen psychiatrischen Veranstaltung wird im nächsten Jahr die Neurologie hinzukommen, und zwar am 8. und 9. Juni 2018 in Köln. Als Referenten sind auch aktive Unterstützer von NeurologyFirst eingeplant. Grundlage aller Vorträge ist die Verzahnung von Evidenz und klinischer Praxis. Unklarheiten und verbreitete Irrtümer werden beim Namen genannt. Einzelheiten finden Sie im Veranstaltungsflyer.

Unabhängie MS-Stiftung Trier gegründet

(25.11.2017) Seit 2012 berät die kritische Trierer Aktionsgruppe Multiple Sklerose zur MS-Therapie. Grundlage sind unabhängige und wissenschaftlich ausgewogene Informationen, die Patienten in die Lage versetzen sollen, gut begründete eigene Entscheidungen zu treffen. Daneben gibt die Initiative die Zeitschrift ZIMS heraus, die Patienten-orientierte Informationen zur MS abseits der Industrie-gesponserten Hochglanzbroschüren vermittelt.  Nun hat die Aktionsgruppe die MS Stiftung Trier gegründet, um ihre Arbeit langfristig auf eine solide Grundlage zu stellen.

 

NeurologyFirst beim DGN-Kongress 2017

(15.10.2017) Die Vorträge als pdf:

Dr. Beate Wieseler, IQWiG,
Dem Publikationsbias auf der Spur: unabhängige Informationen aus der frühen Nutzenbewertung

Prof. Thomas Lempert, NeurologyFirst,
Wie entstehen die hohen Arzneimittelpreise?

Dr. Enrico Völzke, NeurologyFirst,
Aktuelles von NeurologyFirst und Leitlinienwatch.de

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„Patient ohne Verfügung“ von Matthias Thöns: über die Verirrungen der Medizin am Lebensende

(28.02.2017) Innerhalb weniger Monate ist „Patient ohne Verfügung“ zum Bestseller geworden. Wahrscheinlich hat noch niemand die Vergehen der Medizin an Sterbenden so wissend und treffend beschrieben wie der Palliativmediziner Matthias Thöns aus Witten. Egal ob es um belastende Chemotherapie im Endstadium einer Krebserkrankung, Herzdruckmassage im Sterbebett oder künstliche Ernährung bis zum letzten Atemzug geht: der Medizinbetrieb neigt gerade am Lebensende zur belastenden Übertherapie.

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KoMS-Studie: MS-Betroffene bewerten die Qualität ihrer Therapieplanung häufig schlecht

(03.01.2017) Besteht ein Zusammenhang zur massiven Einflussnahme der Pharmahersteller auf Neurologen?

Die mangelnde Qualität der Diagnoseübermittlung bei Multiple Sklerose (MS) wird seit vielen Jahren von Betroffenen berichtet. Seit 2014 widmet sich das Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen nun dem Thema. Hatte bereits die erste Masterarbeit des Fachbereichs von Sarah Voltmann 1 mittels qualitativer Interviews auf kommunikative Mängel hingewiesen, zeigt nun die von Laura Alexander und Carlotta Halbach unter der Leitung von Thomas Hehlmann durchgeführte KoMS-Studie „Arzt-Patienten-Kommunikation: Diagnoseübermittlung und Therapieplanung bei Multipler Sklerose aus Patientensicht“ 2 beträchtliche Defizite in der Kommunikation bei der Diagnoseübermittlung und Therapieplanung von MS sowie die weite Verbreitung der dort beschriebenen Missstände auf.

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NeurologyFirst beim DGN-Kongress 2016

(10.10.2016) Die Vorträge als PDF:

Prof.  Thomas Lempert,
NeurologyFirst und Leitlinienwatch.de 2016

PD Michael von Brevern,
Dünnes Eis: Evidenz in der Therapie von Schwindelsyndromen

Prof. Christoph Heesen,
Wie gut sind die Immuntherapiestudien bei Multipler Sklerose?
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Selbsthilfebewegung auf Unabhängigkeitskurs

(30.09.2016) „Bestechend unbestechlich“, so heißt die aktuelle Kampagne der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle der Selbsthilfegruppen (NAKOS). Der Untertitel erklärt, worum es geht: Beeinflussung erkennen, Interessenkonflikte vermeiden, Unabhängigkeit bewahren.

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