Nachrichten

Pharmamarketing mit Todesfolge: Daclizumab (Zynbrita) vom Markt genommen

(02.05.2018) Im März wurde das MS-Medikament Daclizumab des Herstellers Biogen nach nur eineinhalb Jahren vom Markt genommen, nachdem es zu autoimmunen Hirnentzündungen gekommen war, die in einigen Fällen tödlich ausgingen.

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Der ärztliche Meinungsführer und das große Geld

(02.03.2018) Die Paradise Papers bringen es an den Tag: Nicht nur Politiker, Unternehmer und Promis, sondern auch Ärzte verbergen zweifelhafte Gelder auf Auslandskonten. Am Beispiel eines deutschen Kardiologen beleuchtet die Süddeutsche Zeitung das Verschweigen und Verleugnen massiver Interessenkonflikte ärztlicher „Meinungsführer“.

Leitlinienwatch.de im Deutschen Ärzteblatt

(21.02.2018) Im Ärzteblatt vom 9.2.2018 berichten Gisela Schott (Mezis) und Thomas Lempert (NeurologyFirst, Mezis) über die Arbeit und die Ergebnisse von Leitlinienwatch.de. Hier geht es zum Artikel

Libermed: Unabhängige neurologische und psychiatrische Fortbildungen

(21.12.2017) Prof. Klaus Lieb aus Mainz hat 2017 die unabhängige Fortbildungsreihe Libermed auf den Weg gebracht. Nach der ersten erfolgreichen psychiatrischen Veranstaltung wird im nächsten Jahr die Neurologie hinzukommen, und zwar am 8. und 9. Juni 2018 in Köln. Als Referenten sind auch aktive Unterstützer von NeurologyFirst eingeplant. Grundlage aller Vorträge ist die Verzahnung von Evidenz und klinischer Praxis. Unklarheiten und verbreitete Irrtümer werden beim Namen genannt. Einzelheiten finden Sie im Veranstaltungsflyer.

Unabhängie MS-Stiftung Trier gegründet

(25.11.2017) Seit 2012 berät die kritische Trierer Aktionsgruppe Multiple Sklerose zur MS-Therapie. Grundlage sind unabhängige und wissenschaftlich ausgewogene Informationen, die Patienten in die Lage versetzen sollen, gut begründete eigene Entscheidungen zu treffen. Daneben gibt die Initiative die Zeitschrift ZIMS heraus, die Patienten-orientierte Informationen zur MS abseits der Industrie-gesponserten Hochglanzbroschüren vermittelt.  Nun hat die Aktionsgruppe die MS Stiftung Trier gegründet, um ihre Arbeit langfristig auf eine solide Grundlage zu stellen.

 

„Patient ohne Verfügung“ von Matthias Thöns: über die Verirrungen der Medizin am Lebensende

(28.02.2017) Innerhalb weniger Monate ist „Patient ohne Verfügung“ zum Bestseller geworden. Wahrscheinlich hat noch niemand die Vergehen der Medizin an Sterbenden so wissend und treffend beschrieben wie der Palliativmediziner Matthias Thöns aus Witten. Egal ob es um belastende Chemotherapie im Endstadium einer Krebserkrankung, Herzdruckmassage im Sterbebett oder künstliche Ernährung bis zum letzten Atemzug geht: der Medizinbetrieb neigt gerade am Lebensende zur belastenden Übertherapie.

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KoMS-Studie: MS-Betroffene bewerten die Qualität ihrer Therapieplanung häufig schlecht

(03.01.2017) Besteht ein Zusammenhang zur massiven Einflussnahme der Pharmahersteller auf Neurologen?

Die mangelnde Qualität der Diagnoseübermittlung bei Multiple Sklerose (MS) wird seit vielen Jahren von Betroffenen berichtet. Seit 2014 widmet sich das Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen nun dem Thema. Hatte bereits die erste Masterarbeit des Fachbereichs von Sarah Voltmann 1 mittels qualitativer Interviews auf kommunikative Mängel hingewiesen, zeigt nun die von Laura Alexander und Carlotta Halbach unter der Leitung von Thomas Hehlmann durchgeführte KoMS-Studie „Arzt-Patienten-Kommunikation: Diagnoseübermittlung und Therapieplanung bei Multipler Sklerose aus Patientensicht“ 2 beträchtliche Defizite in der Kommunikation bei der Diagnoseübermittlung und Therapieplanung von MS sowie die weite Verbreitung der dort beschriebenen Missstände auf.

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NeurologyFirst beim DGN-Kongress 2016

(10.10.2016) Die Vorträge als PDF:

Prof.  Thomas Lempert,
NeurologyFirst und Leitlinienwatch.de 2016

PD Michael von Brevern,
Dünnes Eis: Evidenz in der Therapie von Schwindelsyndromen

Prof. Christoph Heesen,
Wie gut sind die Immuntherapiestudien bei Multipler Sklerose?
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Selbsthilfebewegung auf Unabhängigkeitskurs

(30.09.2016) „Bestechend unbestechlich“, so heißt die aktuelle Kampagne der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle der Selbsthilfegruppen (NAKOS). Der Untertitel erklärt, worum es geht: Beeinflussung erkennen, Interessenkonflikte vermeiden, Unabhängigkeit bewahren.

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Der europäische Sunshine-Act: Zahlungen der Pharmaindustrie an Ärzte offengelegt

(08.07.2016) Seit dem 30.6.2016 ist der europäische Sunshine-Act am Netz, also die Offenlegung der finanziellen Zuwendungen der Pharmabranche an einzelne Ärzte, zunächst für das Jahr 2015. Im Unterschied zum amerikanischen Vorbild gibt es jedoch keine zentrale Datenbank, sondern einzelne Dateien für jedes der insgesamt 40 Mitglieder des Europäischen Pharmaverbands EFPIA. Anders auch als in den USA musste jeder Arzt und jede Ärztin der Veröffentlichung zustimmen.

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Neu auf dem Buchmarkt: Fahmy Aboulenein’s „Die Pharma-Falle“

(14.06.2016)  

Was gibt es nach Ben Goldacre’s „Die Pharmalüge“ und Peter Gøtzsches „Tödliche Medizin und organisiertes Kriminalität“ über die manipulativen Praktiken der Pharmaindustrie noch zu enthüllen? Vielleicht die Banalität der alltäglichen Korruption im Medizinbetrieb, die Selbstverständlichkeit, mit der Pharmavertreter in Kliniken ein und aus gehen und die Biegsamkeit von angesehenen Ärzten und Wissenschaftlern, die Beraterverträge mit der Industrie unterhalten und sich in Hochglanzbroschüren Marketingsprüche unterschieben lassen.

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Euros für Ärzte

(18.04.2016)  

Gibt ein Arzt Auskunft über die Behandlung eines Patienten, wird ihm der Aufwand mit 21,- € honoriert. Zumindest wenn ein Sozialgericht der Auftraggeber ist. Für einen ähnlichen Aufwand von 10 bis 20 Minuten zahlt ihm die Pharmaindustrie gleich mehrere hundert Euro. Voraussetzung ist die Teilnahme an einer „Anwendungsbeobachtung“. Was vom Arzneimittelgesetz als sinnvolle Forschung mit zugelassenen Arzneimitteln gedacht ist, wird in der Praxis als Marketinginstrument missbraucht.

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